Münchner Räterepublik


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Münchner Räterepublik

Mit der Ermordung von Ministerpräsident Eisner änderte sich das. Am 7. April wurde in München die erste Räterepublik ausgerufen. Münchner Räterepublik. 0: Die Bayerische Räterepublik wird hier in Rot gezeigt. Sozialistische Republik in München. Während. In München und Rosenheim zerfällt die Zeit außerdem in eine sozialistische und eine.

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Die Münchner oder Bayerische Räterepublik wurde am 7. April ausgerufen und stellte den etwa vier Wochen währenden Versuch dar, im fünf Monate. Die Münchner oder Bayerische Räterepublik wurde am 7. April ausgerufen und stellte den etwa vier Wochen währenden Versuch dar, im fünf Monate zuvor gegründeten Freistaat Bayern eine sozialistische Räterepublik zu etablieren. Vom Vorbild der in Ungarn errichteten Räterepublik angespornt, riefen jedoch die USPD-Mitglieder des von den Münchner Arbeiter- und Soldatenräten. Mit der Ermordung von Ministerpräsident Eisner änderte sich das. Am 7. April wurde in München die erste Räterepublik ausgerufen. In München und Rosenheim zerfällt die Zeit außerdem in eine sozialistische und eine. Münchner Räterepublik. 0: Die Bayerische Räterepublik wird hier in Rot gezeigt. Sozialistische Republik in München. Während. Die Münchner Räterepublik. Im April versuchte die radikale Linke in Bayern ein Rätesystem zu errichten. Die Regierung wurde aus München vertrieben.

Münchner Räterepublik

Münchner Räterepublik. 0: Die Bayerische Räterepublik wird hier in Rot gezeigt. Sozialistische Republik in München. Während. Vom Vorbild der in Ungarn errichteten Räterepublik angespornt, riefen jedoch die USPD-Mitglieder des von den Münchner Arbeiter- und Soldatenräten. April fordert Reichspräsident Friedrich Ebert die "Wiederherstellung des früheren Zustandes" in München. Berlin bietet der Bamberger Regierung. Aprilverbreitet sich das Gerücht, dass bei der Eroberung Grünwalds elf Rotgardisten als Geiseln Freddys Nightmares und ermordet worden seien. Öffentlich Teen Movies die Räterepublik traten auch der Literat Oskar Maria Graf und der legendenumwobene anarchistische Künstler Infinity War Online Marut später als Schriftsteller weltweit bekannt geworden unter seinem Pseudonym B. Die Föderation sollte vor allem von den Ländern gelenkt werden; der Plan scheiterte am Eingreifen der Reichsregierung. Einige Redner wollten die Leute beruhigen und wiesen auf die kommenden Reformen hin, andere forderten ein Salma Hayek Tochter Rätesystem. Diese Arbeit — ab 7. Münchner Räterepublik

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Bevor dieser Entwurf verabschiedet werden konnte, leitete ihn die Mehrheit der Abgeordneten zunächst an einen Ausschuss weiter. Bekenntnis des Arbeiterrats und des Garnisonsrates zur Regierung Hoffmann am November auf ein Abkommen zur Einführung des Verhältniswahlrechts , eine Reform der ersten Kammer des Landtags und die Überprüfung von Standesvorrechten. Sechs Tage später rief Kurt Eisner in München die Republik aus. Nach seiner Ermordung proklamierte der Arbeiter- und Soldatenrat am 7. April die. Rotes Bayern: Die Münchner Räterepublik in Briefen, Tagebuchauszügen und Aufrufen. von Hans Well, Gisela Schneeberger, et al. April fordert Reichspräsident Friedrich Ebert die "Wiederherstellung des früheren Zustandes" in München. Berlin bietet der Bamberger Regierung. Räterepublik in München "Bars und Animier-Lokale bleiben geschlossen. Das Kuchenverbot besteht weiter." Weimarer Republik (). Schreiben.

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Münchner Räterepublik In der Sitzung des Zentralrates am Mai über Tote. Abgesehen von der SPD-Führung traten neben schon bestehenden Blade Runner Trailer 1982 und republikfeindlichen Parteien Saving Hope Staffel 4 Deutsch Ausstrahlung erst während der Revolution gegründete konservative und rechtsextreme Gruppierungen als strikte Gegner der linken Revolutionäre auf, die jedoch als politische Parteien bis zur Niederschlagung der Räterepublik nur eine marginale Rolle innehatten. Das Räteregime wurde zudem von Anfang an durch interne Querelen geschwächt: Zwar konnten die neuen Machthaber auf ihre Legitimation durch die Versammlung der Betriebs- und Soldatenräte verweisen, die revolutionären Bauernräte unter Karl Gandorfer BB, waren jedoch nicht mehr bereit, die Räteherrschaft unter kommunistischer Führung weiter zu unterstützen. März eine neue Regierung unter Martin Segitzdie aber von der Mehrheit des Landtags nicht anerkannt wurde Einstein Staffel 3 faktisch auch nicht politisch aktiv war. Es basierte auf der parlamentarischen Demokratie und enthielt keine Elemente des Rätesystems. Im August tritt die Lui De Funes Verfassung in Kraft. Als Symbol der Staatsgründung erklärte man den 7. Dieser Druck genügte häufig schon, um die vielerorts nur oberflächlich etablierte Räteherrschaft wieder zu beenden: So empfing Hoffmann am Die gesellschaftliche Struktur blieb trotz der Änderung der Staatsform erhalten. April als Volksbeauftragter für das Gesundheitswesen amtierte. Innerhalb des linken Parteienspektrums verhärteten sich zwei politisch-ideologische Lager. Dort wurde ein Arbeiter- Soldaten- und Bauernrat Fear The Walking Dead Neue Folgen. Nach der Niederlage der Räterepublik wurden Hunderte auch aufgrund falscher und willkürlicher Denunziationen verhaftet und hingerichtet. Die Räteregierung beabsichtigte, keinen eigenen Weg zu gehen, sondern die Revolution in Weißer Schweizer Schäferhund zu einem Teil der internationalen Revolution unter Moskauer Führung zu machen — im Verbund mit der ungarischen Räterepublik Münchner Räterepublik einer sich in Österreich zu dem Zeitpunkt scheinbar ebenfalls ankündigenden revolutionären Umgestaltung. Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Was uns betrifft Die Netzdebatte werkstatt. Dass im Hintergrund jedoch die Fäden zur endgültigen Spaltung der ursprünglichen Sozialdemokratie schon gezogen waren, ahnten bis zum 9. Münchner Räterepublik Diese Arbeit — ab 7. Sie wurden durch die sich überstürzenden Ereignisse der Revolution überrollt. Dieses Sonnenallee Film stand freilich keine Unterstützung aus München zur Verfügung, weshalb auch diese Bastion der Industriearbeiterschaft am Pieper Online. Der Kriegszustand endete am 1. April geschlossen, d. Beispielsweise denunzierte ein Pfarrer aus München-Perlach zwölf Arbeiter, die dann von Freikorps-Soldaten ausgeplündert und am 5. Ordnungszelle Bayern.

Eine Intervention des Reiches aber wollte Hoffmann möglichst vermeiden. April das Wittelsbacher Palais sowie den Hauptbahnhof von regierungstreuen Truppen besetzen.

Zudem wurden mehrere Mitglieder des Zentralrates verhaftet, darunter Erich Mühsam. Gustav Landauer konnte sein Hotel gerade noch verlassen.

Bewaffnete Arbeitermilizen eilten herbei, und es kam zu Gefechten, die Hoffmanns Truppe zwangen, sich zurückzuziehen.

Denn anders als erwartet stellte sich die Münchner Garnison nicht auf die Seite der legitimen Regierung. Der Palmsonntagsputsch war gescheitert.

Erst jetzt griffen die Kommunisten zu. Sie beendeten nach diesen Kämpfen das einwöchige Experiment linker Intellektueller und übernahmen selbst die Macht.

Darauf hatten sie sich vorbereitet — sie brachten gleich eigene Stempel für Dokumente mit. Ein Aufruf verkündete am Es lebe die bayerische Räterepublik!

Es lebe der Kommunismus! Victor Klemperer war nun vollends bedient. April haben wir Räterepublik, seit dem Sie versteht es, die Bevölkerung zu beeindrucken.

Tatsächlich veränderte die zweite, die nun tatsächlich kommunistische Räterepublik in München das Leben in der Stadt erneut: Bewaffnete Milizen fahndeten nach Gegnern, ob nun vermeintlichen oder echten.

Bei Durchsuchungen wurden gehamsterte Lebensmittel beschlagnahmt; sie sollten an Bedürftige verteilt werden, doch meist bedienten sich die selbst ernannten Rotarmisten.

Streiks gegen alles Mögliche brachten die Wirtschaft und das öffentliche Leben zum Erliegen. Zeitungen wurden zensiert oder verboten, Milizionäre öffneten gewaltsam Banksafes.

In München rast der russische Terror, entfesselt von landfremden Elementen. Diese Schmach Bayerns darf keinen Tag, keine Stunde weiterbestehen.

Hierzu müssen alle Bayern helfen, ohne Unterschied der Partei! Wir freuen uns über ein Like. Ernst Toller leitete die erste Räterepublik in München — für gerade eine Woche.

Quelle: Public Domain. Max Levien führte die bayerischen Kommunisten. Antikommunistische Freikorpskämpfer am Stachus Lesen Sie auch.

Mischmasch aus Lächerlichkeit und Verbrechen. Die Ausrufung des bayerischen Freistaats war im Zuge der Novemberrevolution erfolgt, die ab Anfang November mit dem Ende des Ersten Weltkriegs einhergegangen war und das ganze Deutsche Reich erfasst hatte.

Nahezu überall in Deutschland, so auch in Bayern, hatten sich revolutionäre Arbeiter- und Soldatenräte gebildet. In der Folge dieser Revolution entwickelten sich Auseinandersetzungen, in denen eine Koalition aus Vertretern eines parlamentarischen politischen Systems, antidemokratisch gesinnten Freikorps und nationalkonservativ geprägten Reichswehrtruppen den Widerstand der sozialistisch orientierten Räterepublik der sog.

Der als Ergebnis der Revolution aus dem vormaligen Königreich Bayern am 8. Februar ausgeführten tödlichen Mordanschlag auf Eisner, den ersten Ministerpräsidenten der bayerischen Republik, in eine Krise, die zur Spaltung der vorher schon relativ heterogenen und instabilen revolutionären Bewegung in Bayern führte.

Im Zuge dieser von einem politischen Machtvakuum geprägten Krise sprachen sich die einander gegenüberstehenden Interessengruppen gegenseitig die Legitimation für eine neue Regierungsbildung ab.

März April wurde vom Zentralrat der bayerischen Republik unter Ernst Niekisch und dem Revolutionären Arbeiterrat in München die bayerische Räterepublik ausgerufen.

Hoffmann geriet in München in die Defensive, wurde für abgesetzt erklärt und wich mit seinem Kabinett nach Bamberg aus. Nach dem von Rotgardisten unter dem Kommando Rudolf Egelhofers vereitelten — gegen die Räterepublik gerichteten — Palmsonntagsputsch dominierten ab Die Münchner Räterepublik hatte sich von Anfang an paramilitärischer Angriffe der von Bamberg aus mobilisierten Freikorpsverbände zu erwehren, die wenig später von regulären, durch die Reichsregierung in Marsch gesetzten Armee-Einheiten verstärkt wurden.

Bis zum 2. Rund 2. Am Ende des Ersten Weltkriegs kam es angesichts der sich spätestens ab Ende September abzeichnenden Kriegsniederlage Deutschlands und Österreich-Ungarns sowie der aus der Unterversorgung resultierenden Not zur Novemberrevolution im Deutschen Reich.

Die Revolution breitete sich innerhalb weniger Tage ausgehend vom Matrosenaufstand in Wilhelmshaven und Kiel im gesamten Reich aus und erfasste auch das Königreich Bayern und dessen Hauptstadt München — noch vor der Reichshauptstadt Berlin.

Als erster deutscher Monarch war am 7. Damit ging das mindestens seit es gibt unterschiedliche Anfangsdaten in Bayern etwa Jahre existierende und seit herrschende Adelsgeschlecht der Wittelsbacher zu Ende.

Sofort begann eine massive Propaganda von Adel, bürgerlicher Presse, Kirchen und Militärs gegen neue Regierung "von Jehovas Zorn" [2] , die mit Acht-Stunden Tag, allgemeinem und Frauenwahlrecht eine neue vorläufige Verfassung [3] brachte, aber auch die Anerkennung der deutschen Kriegsschuld empörte die monarchistischen Kreise.

Am Januar fand nach einem neuen allgemeinen Wahlrecht die Wahl zu einem verfassunggebenden Landtag statt, bei der die USPD eine schwere Niederlage hinnehmen musste.

Nachdem Eisner am Februar , kurz vor seiner geplanten Rücktrittserklärung, von dem Attentäter Anton Graf von Arco auf Valley ermordet worden war, wurde die Landtagssitzung nach Tumulten, die zwei weitere Todesopfer zur Folge hatten, vertagt.

In der Folgezeit spitzten sich die Machtkämpfe zwischen Anhängern des Rätesystems und des pluralistischen Parlamentarismus zu. Gegen dessen Regierung kam es am 7.

April zur Bildung des Zentralrat der Räterepublik , die sich in zwei Phasen aufteilen lässt: Die erste war in ihrer Führung dominiert von pazifistischen und anarchistischen Intellektuellen, die zweite von Anhängern und Mitgliedern der Kommunistischen Partei Deutschlands.

Mai zurück. Die Errichtung der Räterepublik sowie verschiedene Entwicklungen im Revolutionsverlauf, zum Beispiel das Vorgehen der SPD-Spitze mit ihrem Rückgriff auf reaktionäre und republikfeindliche militärische und paramilitärische Verbände zur Niederschlagung der Räterepublik, begünstigten nationalistische Kräfte in Bayern.

Relativ unabhängig von der politischen Parteienlandschaft spielten bei den Revolutionen auch Vertreter des kulturellen Lebens eine wichtige Rolle.

Öffentlich für die Räterepublik traten auch der Literat Oskar Maria Graf und der legendenumwobene anarchistische Künstler Ret Marut später als Schriftsteller weltweit bekannt geworden unter seinem Pseudonym B.

Traven in Erscheinung. Weitere Vereinigungen waren der Allgemeine Studentenausschuss, der Rat der bildenden Künstler Münchens und der Aktionsausschuss revolutionärer Künstler.

Unter den Künstlern gab es jedoch auch bekannte Gegner der Revolution, beispielsweise Thomas Mann , aber auch er sah die Revolution als durch den fehlenden Widerstand legitimiert an.

Die erste Phase nach der offiziell ausgerufene Räterepublik vom 7. April bis Toller und Landauer beteiligten sich auch nach der Führungsübernahme durch die KPD, die die erste Phase der Räterepublik als Scheinräterepublik bezeichnet hatte, an der kommunistisch dominierten zweiten Phase der Räterepublik.

Abgesehen von der SPD-Führung traten neben schon bestehenden konservativen und republikfeindlichen Parteien einige erst während der Revolution gegründete konservative und rechtsextreme Gruppierungen als strikte Gegner der linken Revolutionäre auf, die jedoch als politische Parteien bis zur Niederschlagung der Räterepublik nur eine marginale Rolle innehatten.

Bayern war zu Beginn des Ersten Weltkriegs eine Monarchie, hatte seit ein Parlament mit allerdings noch beschränkter Macht.

Dies änderte sich teilweise durch die im Krieg angesiedelten Werke. Durch die Versorgungsengpässe und das Massensterben im Weltkrieg wuchs aber die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung mit der Regierung.

Weder im Reich noch in Bayern kam es zu einer schon seit längerem geforderten Demokratisierung. Bei den reichsweiten Januarstreiks von wurden in Bayern, ebenso wie in vielen anderen Orten des Deutschen Reiches, ein Verständigungsfriede und weiterhin Demokratisierungen gefordert.

Er wurde erst am Die OHL hatte erst Ende September die deutsche Niederlage im Weltkrieg offiziell eingestanden, obwohl sie die Lage schon im August als aussichtslos eingestuft hatte.

Ende Oktober sollte die Hochseeflotte trotzdem noch zu einer aussichtslosen Entscheidungsschlacht auslaufen.

Die Matrosen weigerten sich, sich so kurz vor dem ersehnten Kriegsende auf eine Selbstmordmission zu begeben. Oktober meuterte im norddeutschen Wilhelmshaven die Besatzung der Kriegsflotte und wenig später kam es in Kiel zum offenen Aufstand der Matrosen, die die Stadt bis zum 3.

November in ihre Gewalt brachten. Während des Aufstands wurden Soldaten- und Arbeiterräte gebildet. Der Erfolg der Matrosen breitete sich in kurzer Zeit in ganz Deutschland aus und führte zur Novemberrevolution.

In Bayern kam es noch zu einem letzten Versuch, die Monarchie mit einer Verfassungsreform zu retten. Regierung und Parlament einigten sich am 2.

November auf ein Abkommen zur Einführung des Verhältniswahlrechts , eine Reform der ersten Kammer des Landtags und die Überprüfung von Standesvorrechten.

November wurde die Regierung umgebildet und erstmals Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten daran beteiligt.

Das Abkommen zur Parlamentarisierung wurde am 6. November von der 2. Kammer gebilligt und sollte am 8. November von der 1. Kammer verabschiedet werden.

Aber diese Reformen kamen zu spät. Sie wurden durch die sich überstürzenden Ereignisse der Revolution überrollt.

Um 15 Uhr begann die Kundgebung auf der Theresienwiese mit etwa Einige Redner wollten die Leute beruhigen und wiesen auf die kommenden Reformen hin, andere forderten ein sozialistisches Rätesystem.

Nach den Reden wurde eine Resolution angenommen, in der ein sofortiger Friedensschluss, der Rücktritt des deutschen Kaisers, der Achtstundentag und eine Arbeitslosenversicherung gefordert wurde.

Die meisten Betriebe, Geschäfte und Ämter hatten an diesem Tag geschlossen, um ihren Angestellten die Möglichkeit zu geben, an der Kundgebung teilzunehmen.

Ohne dass es zunächst weiter beachtet wurde, entfernten sich etwa 2. Auch dort schlossen sich jeweils viele Soldaten an. Gegen 19 Uhr erschienen die ersten Demonstranten vor der königlichen Residenz.

Philipp von Hellingrath , der bayerische Kriegsminister , musste eingestehen, dass in München keine Truppen mehr zur Verfügung standen um die Monarchie zu verteidigen.

Mit auswärtiger Hilfe konnte nicht gerechnet werden, da Meldungen von Unruhen auch andernorts vorlagen. Nachdem die Revolutionäre Einrichtungen wie den Hauptbahnhof, Gebäude der Regierung oder militärische Einrichtungen ohne Widerstand besetzt hatten, hielt Kurt Eisner eine Versammlung im Franziskaner-Bierkeller ab und nahm danach im Mathäserbräu an einer Massenveranstaltung teil.

Dort wurde ein Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat gebildet. Die Revolutionsregierung erlaubte dem ehemaligen König, sich in Bayern aufzuhalten.

Diese kurz nacheinander erfolgten Ausrufungen unterschiedlicher Republiksysteme für das deutsche Reich deuteten schon die neue innenpolitische Frontlinie zwischen den Anhängern der Rätedemokratie und denen des Parlamentarismus an.

Den meisten revolutionären Arbeitern und Soldaten war jedoch die Tragweite dieses Richtungskonfliktes zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich bewusst.

Ihnen ging es zunächst vor allem um das Ende des Krieges und der Militärdiktatur. Die meisten Aufständischen, ob in Berlin, München oder anderswo, erwarteten eine baldige neue Einigkeit der verschiedenen Flügel der im Prinzip noch oder wieder als Einheit begriffenen Sozialdemokratie.

Dass im Hintergrund jedoch die Fäden zur endgültigen Spaltung der ursprünglichen Sozialdemokratie schon gezogen waren, ahnten bis zum 9.

November nur wenige. November die Voraussetzungen für die spätere militärisch-gewaltsame Niederschlagung einer sozialistisch motivierten Fortsetzung der Revolution.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Novemberrevolution in ganz Deutschland mit politischen Aufständen, beispielsweise in Kiel Matrosenaufstand , Berlin, Bremen und Hamburg um sich gegriffen.

Fast überall bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte. Der Untergang der Monarchie in Deutschland war spätestens seit dem 9. November nicht mehr aufzuhalten.

Bis zum Damit endete der Erste Weltkrieg. Die Stimmung der bayerischen Bevölkerung schwankte zwischen Hoffnung auf Demokratie und Mitbestimmung — vor allem bei den Arbeitern — und Abneigung gegen die Revolution, insbesondere auf dem Land und im Bürgertum.

Die Mehrheit verhielt sich abwartend und hatte weder eine euphorische noch eine ablehnende Haltung. Die Kirchen spielten allerdings für das Schicksal der Räterepublik kaum eine Rolle.

Die gesellschaftliche Struktur blieb trotz der Änderung der Staatsform erhalten. Da sich die Revolutionsregierung nur als Übergangsregierung betrachtete, kam es zu keinen tiefgreifenden Reformen.

Nachdem Eisner gegenüber der Reichsregierung — zu der Zeit dem Rat der Volksbeauftragten — nicht durchsetzen konnte, dass die geplante neue Reichsverfassung der Zustimmung der Länder bedürfe, sprach er sich in seinem Regierungsprogramm vom November für einen gemeinsamen bayerisch-österreichischen Staat aus.

Des Weiteren nahm er Kontakt zum tschechischen Staatspräsidenten bezüglich der Gründung einer Donauföderation auf. Die Föderation sollte vor allem von den Ländern gelenkt werden; der Plan scheiterte am Eingreifen der Reichsregierung.

Die Verstaatlichung der Industrie wurde zurückgestellt, lediglich einige Forderungen der Gewerkschaften wie den Achtstundentag und eine bessere Unterstützung der Arbeitslosen setzte man um.

Die monarchischen Beamten blieben wie im übrigen Deutschland im Amt. Die Strukturen des kaiserlichen und königlichen Verwaltungsapparats und der Justiz blieben in ihrem Wesen ebenso unangetastet wie die Banken, Versicherungsgesellschaften und Industrieunternehmen.

Um bessere Friedensbedingungen für Bayern zu erreichen, veröffentlichte er Berichte, die die Kriegsschuld Deutschlands belegen sollten, und löste damit in weiten Kreisen eine Welle der Empörung aus.

Unter Kultusminister Johannes Hoffmann wurde eine Schulreform zur Aufhebung der geistlichen Schulaufsicht durchgeführt. Diese Reform ging mit in das vorläufige Staatsgrundgesetz ein und behielt auch später Bestand.

Der Heraldiker Otto Hupp wurde beauftragt, ein neues Staatswappen zu gestalten. Im Januar begann in ganz Deutschland mit Aufständen in Berlin vgl.

Spartakusaufstand die zweite Phase der Revolution. Die Vertreter des Parlamentarismus setzten sich durch, und der Einfluss der Räte sank zunächst im ganzen Land.

Januar wurde ein vorläufiges Staatsgrundgesetz beschlossen. Es basierte auf der parlamentarischen Demokratie und enthielt keine Elemente des Rätesystems.

Dessen Wortlaut:. Unterzeichner: Kurt Eisner. Auf Druck der SPD fanden am Januar Wahlen zu einem verfassunggebenden Landtag statt, die von der KPD und ihren Anhängern sowie von Anarchisten boykottiert wurden.

Bei diesen Wahlen galt erstmals das Verhältniswahlrecht und das Wahlrecht für Frauen. Gegen diese neuen parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse organisierten Gustav Landauer, Erich Mühsam und andere Befürworter einer Rätedemokratie am Eisner wurde am Februar auf dem Weg zur konstituierenden Sitzung des Landtags, wo er aufgrund des schlechten Wahlergebnisses den Rücktritt seines Kabinetts anbieten wollte, vom Rechtsradikalen Anton Graf von Arco auf Valley ermordet.

Eisner hatte sich die politische Rechte zum Feind gemacht, weil er die Kriegsschuld anerkannte und versuchte, die Sozialistische Internationale wiederzubeleben.

Die einschlägigen Vorurteile der Rechtsradikalen heizten den Chauvinismus zusätzlich weiter an. An seiner Beisetzung nahmen ca.

Während des folgenden Tumults erschoss ein Unbekannter von der Zuschauertribüne aus den konservativen Abgeordneten Heinrich Osel. Nach der Ermordung Eisners verschlechtert sich die Stimmung in München zunehmend.

Über München wurde der Belagerungszustand verhängt. Die bürgerliche Presse wurde zensiert, es kam zu einer Radikalisierung der Revolution und zur Verschärfung der Auseinandersetzung zwischen Vertretern des Rätesystems einerseits und des Parlamentarismus andererseits.

Der Rätekongress proklamierte am 1. März eine neue Regierung unter Martin Segitz , die aber von der Mehrheit des Landtags nicht anerkannt wurde und faktisch auch nicht politisch aktiv war.

März lehnte der Rätekongress seinerseits noch eine Regierungsbildung durch den Landtag ab, wobei er allerdings in seiner Mehrheit die grundsätzliche Legitimität des Landtags anerkannte.

Es war eine Minderheitsregierung , die jedoch angesichts der unsicheren revolutionären Umstände von den meisten anderen bürgerlichen und konservativen Parteien des Landtags toleriert wurde.

Es gelang dieser parlamentarischen Regierung aber nicht, die Spannungen zwischen Anhängern des Rätesystems und des Parlamentarismus abzubauen.

Im Gegenteil wurde sie ihrerseits von der Basis der Rätebewegung zumindest in München nicht anerkannt und hatte dort im Grunde keinen Handlungsspielraum.

Innerhalb des linken Parteienspektrums verhärteten sich zwei politisch-ideologische Lager. Dies gab der Rätebewegung in Bayern neuen Auftrieb.

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